Verfassung jenseits des Staates:
Von der europäischen zur globalen Rechtsgemeinschaft
Das Berliner Graduiertenkolleg „Verfassung jenseits des Staates: Von der europäischen zur globalen Rechtsgemeinschaft?“ ist Fragen der Geltung des Rechts und einer Konstitutionalisierung auf globaler Ebene gewidmet, vor dem Hintergrund der europäischen Erfahrungen.
Ausgesuchten jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern soll Rahmen und Anleitung zur Forschung im engen Gespräch miteinander sowie mit hochqualifizierten und engagierten Fachleuten aus Wissenschaft und Praxis geboten werden. Die vorwiegend rechtswissenschaftliche Ausrichtung wird durch die Einbindung von Politikwissenschaftlern und Historikern interdisziplinär flankiert.
Der ökonomische Aspekt wird durch die Assoziierung von Wirtschaftsrechtlern eingebracht. Eine enge Kooperation mit Partnerinstituten und -universitäten, eine obligatorischer Forschungsaufenthalt im Ausland für deutsche Kollegiaten und die Aufnahme von bis zu einem Drittel ausländischer Kollegiaten unterstreichen die europäisch/internationale Ausrichtung des Kollegs, wie sie vom Thema her geboten ist.
Das
Kolleg begründet einen wissenschaftlichen Diskurs, der die Erfahrung
renommierter Fachleute mit der Kreativität junger Doktoranden verbindet –
über Themen aus Verfassungstheorie, -vergleich und -geschichte,
europäischem und internationalem Recht, Staatslehre und modernen
Theorieansätzen der verschiedenen Disziplinen. Grundthema sind die
juristischen Konsequenzen aus der Verdichtung und Vernetzung der
Beziehungen der Menschen in der globalisierten Welt, die Rolle des
Rechts als Instrument für die Wahrung des Friedens zwischen Menschen,
Völkern und ihren Staaten.
Die Analyse der Entwicklung der Europäischen Union als Rechtsgemeinschaft führt zu der Frage, ob und inwieweit das Konzept der Rechtsgemeinschaft global weitergedacht werden kann. Europa kann Modell, aber auch Kontrapunkt zur Entwicklung der globalen Rechtsordnung sein. Die Rolle des Staates als zentralem Ordnungsfaktor erscheint auch in einem globalen Mehrebenensystem als unverzichtbar, ist im Lichte eines „multilevel constitutionalism“ oder anderer neuer theoretischer Ansätze aber auch Änderungen unterworfen.
Das
Forschungsprogramm hierzu ist eingebettet in ein straffes Seminar- und
Veranstaltungsprogramm zur Vermittlung praktischer und sprachlicher
Fertigkeiten, zur Debatte von Methode und Inhalten. Eigene Schritte auf
dem internationalen Wissenschaftsparkett sollen die Kollegiaten während
des International Workshop for Young Scholars erproben. Im Dialog von
Wissenschaft und Praxis schließlich werden sie von Expertinnen und
Experten aus der Zivilgesellschaft und öffentlicher Institutionen
Deutschlands, der EU sowie der UNO beraten und begleitet.
Nähere Informationen zum Programm finden Sie hier:
| |
- Projektbeschreibung |
|
- Forschungsprogramm |
|
|
- Studienprogramm |
|
|
- Trägerinnen und Träger |